Theatre Liminal

 

"Kunst ist weder ein Seelenzustand noch ein Menschheitszustand. Kunst ist ein Reifeprozeß, eine Evolution, eine Erhöhung, die uns befähigt, aus der Dunkelheit in gleißendes Licht aufzusteigen."

 

J. Grotowski

 

 

 

Das Projekt Theatre Liminal versteht sich als Forschungsprojekt, das sich mit Grenzbereichen menschlichen Seins und dessen subtilen Erscheinungsformen befasst.

 

 

 

 

Im Sinne dieser Arbeit entstehen körperliche Handlungen durch das individuelle Forschen an Imaginationen, die sich in persönlichen bis hin zu archetypischen Bereichen auffinden lassen.

So folgt jedes Ensemblemitglied dem Weg innerer Notwendigkeiten, um ein Voranschreiten in tiefere Dimensionen zu ermöglichen.

Innere Impulse verbunden mit dem Körperzentrum werden auf diese Weise zu äußerer Form.

Diese Handlungen werden in präzisen Kompositionen gebündelt um ihre innere Essenz zu bewahren.

 

 

Mit dem vollständigen Nutzen des natürlichen Atems sowie dem kraftvollen Einsatz der Resonanzräume im Körper knüpft die Stimmarbeit an die Arbeit der Kompositionen an. Die freie und durchlässige Stimme wird somit zum Barometer emotionaler Zustände.

 

Unter Verwendung moderner, klassischer und antiker Textfragmente werden mit Hilfe von Rhythmus und Stimmvibration persönliche Verbindungen und Assoziationsketten induziert.

 

 

Der Fokus liegt also weniger auf der intellektuellen Bedeutung der Texte, als auf ihren Gehalt an seelischer Resonanz.

 

Im Teilen wahrhaftiger persönlicher Tiefe vollzieht jedes Ensemblemitglied in gemeinsamem Geben und Nehmen den Übergang vom Individuellen in das Beziehungsgefüge des Ensembles. Hieraus wächst eine organische Verbindung aller Kompositionen zu einem kollektiven Handlungsablauf.

 

 

 

Die SchauspielerInnen werden mit ihrem ganzen und authentischen Sein zum Gefäß für den energetischen Fluss, der sich im und über das Ensemble hinaus offenbart.

 

Dem Kunstverständnis von Theatre Liminal entsprechend liegt das Ziel dieser Arbeit in der Erschaffung sinnlicher und kontemplativer Erfahrungsräume, die freilegen was sich unter der Oberfläche alltäglichen Erlebens befindet.

 

 

 

"Theater hat nur dann einen Sinn, wenn es uns erlaubt, unsere stereotype Sicht der Dinge, unsere konventionellen Gefühle und Gebräuche, unsere Beurteilungsmaßstäbe zu überschreiten - nicht um der Überschreitung selbst willen, sondern damit wir erfahren können, was wirklich ist, und damit wir nach dem Verzicht auf alle alltäglichen Ausflüchte und Vorwände uns selbst in einem Zustand völliger Wehrlosigkeit enthüllen, hingeben, entdecken können."

 

J. Grotowski

 

 

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